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Die WELT online, 05.07.2001

Donnerstag, 05.Juli 2001

Berlin, 10:57 Uhr

T-Online bündelt Kundenservice und lagert Großteil der Call-Center aus

Die Zahl der T-Online-Mitarbeiter im Kundenservice soll auf 800 von bislang 1000 sinken

Darmstadt – Nach der Einführung von kostenpflichtigen Kundendienst-Telefonnummern wird der größte europäische Internet-Anbieter T-Online eigenen Angaben zufolge bis zum Jahresende seinen Kundenservice konzentrieren und externe Dienstleister einbinden. T-Online teilte in Darmstadt mit, der Kundenservice werde künftig in zwei »Kompetenzzentren« gebündelt. Bisher hat das Unternehmen fünf Standorte betrieben. Die Zahl der T-Online-Mitarbeiter im Kundenservice soll auf 800 von bislang 1000 sinken. »Die Gesamtzahl der Kundenbetreuer wird aber konstant bleiben«, betonte eine Sprecherin gegenüber der WELT. Während die Mitarbeiter von T-Online künftig höherwertige Beratungsleistungen wahrnehmen sollen, würden Routineaufgaben verstärkt auf externe Dienstleister verlagert. Die T-Online-Mitarbeiter sollen in den nächsten Monaten entsprechend geschult werden.

Entlassungen sind nicht völlig auszuschließen, sollen aber möglichst verhindert werden, wie die Sprecherin betonte. Die bei T-Online frei werdenden Service-Mitarbeiter sollen andere Aufgaben im Unternehmen wahrnehmen, zum Mutterkonzern Deutsche Telekom wechseln oder bei den externen Dienstleistern weiterarbeiten. Über die Verteilung wollte die Sprecherin keine Angaben machen, weil die Verhandlungen darüber noch nicht abgeschlossen seien.

Geplant sei, die Standorte Düsseldorf, Neu-Ulm und Siegen stufenweise mit externen Dienstleistern zusammenzuführen. Aus Kundensicht entstünden keinerlei Einschränkungen im Service. Die Veränderung im Kundenservice sei im Zuge der Prüfung aller Konzernbereiche und Beteiligungen auf Profitabilität und Qualität erfolgt. Im März hatte T-Online-Chef Thomas Holtrop ein umfassendes Restrukturierungsprogramm angekündigt, das auch die nun vollzogenen Veränderungen im Kundenservice beinhaltete. Seit dem 1. Juli erhebt das Unternehmen auch Gebühren von 0,24 DM pro Minute für Anfragen über seine Telefon-Hotline. LF

(c) Die WELT online

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