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Was macht der Betriebsrat bei Hotline?

10.01.2002, 19:30, Zielona Gòra, Grünberger Str.73, Berlin Friedrichshain

Nach einer Kündigungswelle in der Call Center-Agentur »Hotline« im Dezember 2000 beschloss eine Gruppe von Agents, sich nicht weiter nur passiv duldend zu verhalten oder individuelle Lösungen zu suchen. Sie kannten die Erfahrungen von 30 Agents der Call-Center-Agentur »Audioservice«, die im vorausgegangenen Sommer per Brief bessere Arbeitsbedingungen von ihrer »lieben Geschäftsleitung« gefordert hatten und daraufhin in Einzelgesprächen weichgekocht und/oder gekündigt worden waren. Die Hotline-Agents zogen für sich den Schluss, nicht ungeschützt aus der Deckung zu treten, und versuchten statt dessen, als ersten Schritt einen Betriebsrat bei Hotline zu gründen.

Den Betriebsrat gibt es zwar nun, doch zuvor war eine »säubernde« Kündigungswelle durch den Betrieb gegangen. Im Ergebnis gewann eine Liste die Mehrheit im Betriebsrat, die überwiegend aus Teamleitern besteht, die sich ursprünglich gegen die Bildung eines Betriebsrates ausgesprochen hatten und ihre Liste überhaupt erst bildeten, um die Wahl von gekündigten BetriebsratskandidatInnen zu verhindern.

Bei diesem Agenttreffen wollen wir den »Fall Hotline« nachzeichnen und mit Euch zusammen auswerten: Was hat der Konflikt bei Hotline gebracht? Was macht der Betriebsrat denn nun? Kann eine Opposition innerhalb des Betriebsrates was bewirken? Wie stehen die KollegInnen zu den Betriebsratsmitgliedern? Wie hätten alternative Kampfformen und -ziele aussehen können?

[Betriebsräte gibt es nur selten in den sog. »freien« Call Center-Agenturen. Wir kennen zwei in Berlin. Gibt es bei Euch einen Betriebsrat? Wie sind Eure Erfahrungen damit? Über Berichte an info@callcenteroffensive.de freuen wir uns.]

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