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Kündigungswelle in der adm und was nicht hingenommen werden muss ...

... unter den verschiedensten Vorwänden sind in den letzten Tagen laut verschiedenen MitarbeiterInnen zwischen 80 und 100 Agents gekündigt worden, statt der 56 angekündigten, die bereits von uns auf dem hearing am Freitag, 6.4.01 ohnmächtig hingenommen wurden.

Waren die Kündigungen tatsächlich »betriebsbedingt«, wie des öfteren angegeben wurde? Oder verfolgt die Geschäftsleitung in Wahrheit das Ziel, die Belegschaft Stück für Stück auszuwechseln?

Niemand weiß, wer der nächste ist! Gegen diese Angst sollte etwas getan werden. Deshalb müssen sich sowohl ehemalige als auch noch- MitarbeiterInnen der adm vernetzen.

Wahrscheinlich kennt jedeR eineN GekündigteN. Je mehr Leute wir erreichen, um so besser die Chancen, Ansprüche durchzusetzen. Für die Gekündigten bedeutet das eventuell etwas mehr Geld von der adm reinzuholen, für die noch arbeitenden Agents, sich für den Fall einer Kündigung informieren zu können.

Es gibt Rechte, welche die Gefeuerten einklagen können, die sie aber vielleicht nicht kennen, was wir ändern möchten. Am meisten Chancen bieten sich für Mitarbeiter, die länger als 6 Monate für die adm tätig waren. Z.B.:

1. anteiliges Urlaubs- und Krankengeld im Nachhinein. (sofern ein Krankenschein vorlag)

2. Lohnfortzahlung bis zum Ablaufen der gesetzlichen Kündigungsfrist (ist von der GL meist versprochen worden)

3. Wer länger als 6 Monate bei ADM arbeitet, kann (und sollte unbedingt) eine Kündigungsschutzklage einreichen. Dann gibt's mit großer Sicherheit im sogenannten Gütetermin zusätzlich zum Geld aus Punkt 1 u. 2 auch noch eine Abfindung (wird nicht sehr hoch ausfallen).

DIE ZEIT DRÄNGT, es muss BINNEN 3 WOCHEN KLAGE erhoben werden.

Dass wir etwas erreichen können, zeigt sich durch die »Abfindungen«, die den Agents angeboten werden. Diese werden nicht aus Großzügigkeit von der adm gewährt, sondern weil sie Angst vor Klagen haben. Vor Gericht gibt es aber weit mehr zu erreichen.

Deshalb treffen wir uns Donnerstag, den 19.04.2001, um unsere Möglichkeiten, vor allem zunächst der Gekündigten, jetzt und in Zukunft zu besprechen. Dorotheenstr. 26 in der HU, Philosophische Fakultät III, Raum 300 (oben im Turm, wird ausgeschildert), 19.30 Uhr!

INFORMIERT ALLE LEUTE, zu denen ihr Kontakt habt, die GEKÜNDIGT WURDEN! Solidarisiert euch mit den Gekündigten! Tauscht Telefonnummern oder Adressen, falls wieder jemand fehlt.

Bei Nachfragen richtet euch an arbeitsgruppeADM@yahoo.de



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